Mein Roadtrip durch den Balkan – Teil 1: Der Start ins Ungewisse (25.–26. Februar)

Ein ungeplanter Roadtrip ins ungewisse. Viele Kilomeer, Länder und Erfahrungen liegen vor uns.

 

Nach Wochen der Vorbereitung und einigen unerwarteten Pausen begann endlich mein Roadtrip. Am 25. Februar holte ich meine Reisebegleitung am Wiener Hauptbahnhof ab – von hier aus sollte es losgehen, mit dem Auto quer durch den Balkan. Bevor wir aufbrachen, stand noch einiges an: Das Auto musste neu organisiert, Vorräte mussten aufgestockt werden und eine grobe Richtung für die ersten Tage musste her. Ohne festen Plan, aber mit dem Wunsch, mildere Temperaturen zu genießen, entschieden wir uns, als erstes nach Split, Kroatien zu fahren.

Die Fahrt war lang, aber entspannt. Nach mehreren Stunden erreichten wir die kroatische Küste, wo sich das Klima bereits deutlich angenehmer anfühlte. Wir entschieden uns, die erste Nacht nicht direkt im Dachzelt zu verbringen, sondern ein Apartment zu nehmen, um uns in Ruhe auf die kommenden Tage vorzubereiten. Am nächsten Morgen ging es dann direkt los, die Stadt zu erkunden.

Split ist eine faszinierende Mischung aus Küstenstadt und römischer Geschichte. Der Diokletianpalast, ein gewaltiges Bauwerk aus der Römerzeit, erstreckt sich über die gesamte Altstadt und gibt der Stadt einen einzigartigen Charakter. Wir streiften durch die engen Gassen, vorbei an alten Steinhäusern, kleinen Cafés und lebhaften Plätzen, und genossen die entspannte Atmosphäre am Wasser. Während wir durch einen Park schlenderten, klingelte plötzlich mein Handy. Die Airbnb-Vermieterin rief an – sie war gerade dabei, die Wohnung für die nächsten Gäste vorzubereiten und wunderte sich, warum unsere Sachen noch dort waren. Ich hatte fest damit gerechnet, das Apartment für zwei Nächte gebucht zu haben, aber offenbar war das nicht der Fall. Also machten wir uns schnell auf den Rückweg, räumten alles zusammen und machten Platz für die nächsten Gäste. Glücklicherweise war die Vermieterin entspannt, sodass alles reibungslos verlief.

Da wir nun sowieso unsere Sachen gepackt hatten, entschieden wir uns, direkt weiterzufahren. Unser nächstes Ziel war Dubrovnik, und unterwegs wollten wir uns nach einem guten Schlafplatz umsehen. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung – es regnete fast durchgehend, was die Suche nach einem passenden Stellplatz schwierig machte. Mithilfe der App Park4Night fanden wir eine halbwegs geschützte Stelle, doch schon kurz nach dem Aufbau des Dachzelts setzte erneut starker Regen ein. Zum Glück hatten wir zumindest eine kurze trockene Phase erwischt, um unser Lager aufzuschlagen.

Trotz des durchwachsenen Wetters wollten wir Dubrovnik nicht verpassen. Am nächsten Morgen erkundeten wir die berühmte Stadt mit ihren imposanten Festungsmauern, die sich hoch über die Küste erheben. Durch die engen Gassen zu spazieren und die historische Kulisse auf sich wirken zu lassen, war ein beeindruckendes Erlebnis.

Wir genossen den Ausblick auf die Stadt und das Meer, bevor wir uns am Nachmittag erneut auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz machten. Bevor wir uns jedoch für eine Übernachtung entschieden, nutzte ich die Gelegenheit, um meine Drohne zu starten und noch einmal spektakuläre Aufnahmen von der Küste in Richtung Dubrovnik zu machen. Doch dabei unterschätzte ich die Flugzeit – als die Drohne zurückkam, hatte sie gerade noch 0–1 % Akku und es wurde knapp. Ich schaffte es, sie im allerletzten Moment zu landen, bevor sie in einem Abhang im Gebüsch verschwunden wäre. Eine knappe Sache, aber die Aufnahmen waren es wert.

Nach diesem aufregenden Moment entschieden wir uns, nicht an unserem ursprünglich geplanten Spot zu übernachten, sondern einen besseren Platz zu suchen. Wir fuhren weiter in Richtung der montenegrinischen Grenze, gespannt darauf, was uns auf dem nächsten Abschnitt der Reise erwarten würde.

Wie es weiterging, erfahrt ihr im nächsten Blogpost: Mein Roadtrip durch den Balkan – Teil 2: Von der Adriaküste bis nach Albanien.

 

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