Nach vier Monaten auf See war es Zeit für einen neuen Abschnitt. Am 26. Januar verließ ich die Mein Schiff 7 und kehrte für ein paar Tage nach Hause zurück, um mich auf meine bevorstehende Reise vorzubereiten. Doch bevor mein eigentlicher Roadtrip begann, standen erst einmal einige sportliche Herausforderungen auf dem Programm – darunter zwei Hyrox-Wettkämpfe in der Schweiz und Österreich.
Hyrox St. Gallen – Ein harter Start in den Urlaub
Mein erster Halt führte mich nach St. Gallen, Schweiz, wo ich zusammen mit meinem Kollegen Marius am 8. Februar am Hyrox-Event teilnahm. Die letzten Tage vor dem Wettkampf verbrachte ich mit gezieltem Training – zuerst mit einer Freundin, mit der ich einige Hyrox-Einheiten absolvierte, und anschließend zwei Tage vor dem Event bei Marius, wo wir gemeinsam trainierten. Der Wettkampf selbst war knallhart: 1 Stunde, 11 Minuten und 41 Sekunden – das war unsere Endzeit. Nach wochenlanger Arbeit auf dem Schiff und ohne perfekte Vorbereitung war das ein solides Ergebnis, aber es forderte seinen Tribut. Ich war komplett ausgelaugt.
Die nächsten zwei Wochen waren dann alles andere als aktiv – ich wurde krank. Mein Körper hatte nach dem intensiven Wettkampf keine Chance, sich zu regenerieren, und so kämpfte ich mich durch die Tage, ohne richtig gesund zu werden. Ein Dachzelt ist bei kühleren Temperaturen nicht gerade der beste Ort, um eine Erkältung auszukurieren, also beschloss ich, mir ein Airbnb in Deutschland zu nehmen, um mich dort ein paar Tage zu erholen. Ich wusste, dass noch einiges auf mich wartete, also wollte ich wieder fit werden.


Erste Winterabenteuer – Schneeschuhe, Höhenmeter und Kälte
Kaum fühlte ich mich etwas besser, zog es mich wieder in die Berge. Ich investierte in Mountaineering-Equipment und wollte unbedingt erste Touren mit meinen neuen Schneeschuhen machen. Am 12. Februar startete ich eine Tour in den Bergen nahe des Brenners, musste sie aber abbrechen – der Schnee war einfach zu tief, und ich hatte mich in der Tourenplanung völlig überschätzt. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, allein durch die verschneiten Berge zu ziehen. Die Nacht verbrachte ich auf einer höheren Position im Dachzelt, doch mit Temperaturen zwischen -6 und -9 Grad wurde es eine harte Nacht. Ich merkte schnell, dass meine Erkältung sich wieder verschlimmerte, also entschied ich mich, erneut ein warmes Airbnb aufzusuchen.
Ein paar Tage später, am 17. Februar, ging es dann weiter ins Zillertal, wo ich einen Freund besuchte, der dort arbeitete. Ursprünglich wollte ich ein paar Tage bei ihm bleiben, aber nach nur einem Tag auf der Piste war klar: Mein Körper war immer noch nicht fit. Während des Snowboardens hatte ich einen unschönen Sturz, der mir den Rücken und Nacken völlig verspannte. Dazu kam, dass meine Erkältung immer noch nicht komplett abgeklungen war. Also änderte ich meinen Plan und fuhr direkt weiter nach Wien, um dort noch ein paar Tage in einem Airbnb zu regenerieren.



Wien und der zweite Hyrox – Doch kein Wettkampf für mich
Am 20. Februar traf ich in Wien eine Freundin, mit der ich die Stadt erkundete. Wir hatten beide vor, am Hyrox Double Mixed am 24. Februar teilzunehmen, doch erneut machte mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Ich fühlte mich immer noch nicht fit genug für die Belastung – und auch meine Partnerin war gesundheitlich angeschlagen. Also entschieden wir uns gemeinsam dagegen. Trotzdem war es schön, die Freunde vom Schiff wiederzusehen und Zeit in Wien zu verbringen.
Die Tage in der Stadt waren entspannt. Wir schlenderten durch die Straßen, besuchten einige bekannte Orte und nahmen uns die Zeit, das Wiedersehen zu genießen. Auch am Event-Tag war ich dabei – allerdings nur als Zuschauer. Ich konnte zwei Freunde anfeuern, die gemeinsam gestartet sind, und nutzte die Gelegenheit, einige Fotos von ihnen zu machen.
Am 25. Februar war es dann endlich soweit: Mein eigentlicher Roadtrip begann! Ich holte eine Freundin am Hauptbahnhof in Wien ab, die mich für die nächsten knapp zwei Wochen begleiten würde. Nach einem letzten Einkauf, ein wenig Umstrukturierung meines Autos und einer groben Planung ging es los. Unser erstes Ziel war Split, Kroatien – und damit begann das große Abenteuer.
Wohin uns die Reise führte, lest ihr im nächsten Blogpost: Mein Roadtrip durch den Balkan – Teil 1: Der Start ins Ungewisse.
- Der Mae Hong Son Loop in Thailand: Über 1000+ Kurven

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