Abenteuer & Erlebnisse

Alle Geschichten, Orte und Erfahrungen aus meinem Leben als Reisender – ob auf See, beim Fotografieren oder auf persönlicher Weltreise.

 

Gerome mit seinem Golf 7 Variant

Mein Roadtrip durch den Balkan – Teil 4: Abschied vom Winter letzte Etappen in Italien (10.–15. März)

Nach all den intensiven Eindrücken aus Albanien und der Überfahrt nach Italien war erstmal eine Pause für mein Auto fällig: Die Bremsbeläge waren fast komplett runter, und so brachte ich es am 10. März in Neapel in die Werkstatt. Ein paar Stunden später – inklusive neuer Bremsscheiben – war wieder alles in Schuss, und ich konnte weiterziehen. Schon während der Reparatur hatte ich mir ein neues Ziel gesetzt: San Martino Palombaro in den Abruzzen. Dort wollte ich mit kompletter Winterausrüstung – inklusive Schneeschuhen und Eispickel – eine Bergtour starten, mit geplanter Übernachtung in einer Hütte auf über 2000 Metern Höhe. Die ersten Kilometer waren wunderschön, aber schnell wurde klar: Der Schnee war zu weich, die Bedingungen zu instabil. Nach rund 8 Kilometern Aufstieg brach ich die Tour ab – keine unnötigen Risiken. Trotzdem: Die Natur war gewaltig, die Einsamkeit eindrucksvoll, und mit insgesamt 17 bis 18 Kilometern Strecke war der Tag intensiv genug. Ich schlief im Auto direkt am Ausgangspunkt – erschöpft, aber zufrieden. Zwei Tage später, am 13. März, ging’s weiter nach Riva del Garda. Dort wartete die Via Ferrata dell’Amicizia – ein Klassiker mit Blick über den Gardasee. Das Wetter? Ein Mix aus Sonne, Nebel, Schnee und kurzen Regenschauern. Der Steig war technisch nicht schwer, aber landschaftlich ein Highlight. Danach kurz ins Wasser, kurz durchschnaufen, und dann weiter – der Regen zog nämlich überall auf. Am 14. März steuerte ich Venedig an. Auto abgestellt, Zug genommen, Kamera dabei. Ich war zwar nicht zum ersten Mal da, aber Venedig fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Zwischen Touristenströmen, engen Gassen und glitzerndem Wasser sammelte ich neue Eindrücke und ein paar Bilder – einfach treiben lassen, ohne Ziel. Eigentlich war für den 15. März noch ein Klettersteig in Slowenien geplant, aber Dauerregen und fehlende Motivation führten zu einem spontanen Planwechsel: Ich fuhr direkt weiter nach Zadar. Ein neuer Abschnitt sollte beginnen, mit neuen Begegnungen, neuen Abenteuern – aber das ist eine andere Geschichte. Fazit: Ein Roadtrip voller Umwege, Höhenmeter und Erinnerungen. Insgesamt war ich auf diesem Abschnitt rund 4500 Kilometer unterwegs. Gestartet bin ich in Wien, von dort führte mich die Route durch Split, Dubrovnik, Montenegro, mit dem größten Teil der Reise in Albanien – voller Natur, Vielfalt und Überraschungen. Von Durres ging es mit der Fähre nach Italien, durch die Abruzzen, an den Gardasee, weiter nach Venedig, kurz nach Slowenien und schließlich wieder nach Kroatien. Diese Reise war nicht durchgeplant, sondern lebte von Spontanität – von Wetterumschwüngen, neuen Begegnungen, kleinen Pannen und großen Momenten in der Natur. Es war keine typische „Urlaubsreise“, sondern ein echtes Unterwegssein. Und genau so hat es sich auch angefühlt. Wie es nach Zadar weiterging, erzähle ich euch dann im nächsten Blogpost – ganz ohne Nummer, aber mit genauso vielen Erlebnissen.   ✨ Noch mehr entdecken? 📸 Bildergalerie ansehen Begleitend zu meinen Reiseberichten findest du viele meiner liebsten Aufnahmen auch in der Galerie – echte Eindrücke aus aller Welt. ➡️ Zur Bildergalerie 🗺️ Weitere Reisegeschichten lesen Du willst mehr Abenteuer, Einblicke und persönliche Erfahrungen? Hier findest du alle bisherigen Blogbeiträge rund ums Reisen, Fotografieren und Leben unterwegs. ➡️ Alle Blogartikel anzeigen 📱 Aktuelle Eindrücke auf Instagram Wenn du mich lieber visuell begleiten willst: Auf meinem Instagram-Kanal teile ich regelmäßig neue Fotos, Stories und Momente direkt von unterwegs. ➡️ Instagram @geromeaufreisen

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Hyrox Double men

Von der Mein Schiff 7 in die Berge – Ein sportlicher Start in den Urlaub (26. Januar – 25. Februar)

Nach vier Monaten auf See war es Zeit für einen neuen Abschnitt. Am 26. Januar verließ ich die Mein Schiff 7 und kehrte für ein paar Tage nach Hause zurück, um mich auf meine bevorstehende Reise vorzubereiten. Doch bevor mein eigentlicher Roadtrip begann, standen erst einmal einige sportliche Herausforderungen auf dem Programm – darunter zwei Hyrox-Wettkämpfe in der Schweiz und Österreich. Hyrox St. Gallen – Ein harter Start in den Urlaub Mein erster Halt führte mich nach St. Gallen, Schweiz, wo ich zusammen mit meinem Kollegen Marius am 8. Februar am Hyrox-Event teilnahm. Die letzten Tage vor dem Wettkampf verbrachte ich mit gezieltem Training – zuerst mit einer Freundin, mit der ich einige Hyrox-Einheiten absolvierte, und anschließend zwei Tage vor dem Event bei Marius, wo wir gemeinsam trainierten. Der Wettkampf selbst war knallhart: 1 Stunde, 11 Minuten und 41 Sekunden – das war unsere Endzeit. Nach wochenlanger Arbeit auf dem Schiff und ohne perfekte Vorbereitung war das ein solides Ergebnis, aber es forderte seinen Tribut. Ich war komplett ausgelaugt. Die nächsten zwei Wochen waren dann alles andere als aktiv – ich wurde krank. Mein Körper hatte nach dem intensiven Wettkampf keine Chance, sich zu regenerieren, und so kämpfte ich mich durch die Tage, ohne richtig gesund zu werden. Ein Dachzelt ist bei kühleren Temperaturen nicht gerade der beste Ort, um eine Erkältung auszukurieren, also beschloss ich, mir ein Airbnb in Deutschland zu nehmen, um mich dort ein paar Tage zu erholen. Ich wusste, dass noch einiges auf mich wartete, also wollte ich wieder fit werden. Erste Winterabenteuer – Schneeschuhe, Höhenmeter und Kälte Kaum fühlte ich mich etwas besser, zog es mich wieder in die Berge. Ich investierte in Mountaineering-Equipment und wollte unbedingt erste Touren mit meinen neuen Schneeschuhen machen. Am 12. Februar startete ich eine Tour in den Bergen nahe des Brenners, musste sie aber abbrechen – der Schnee war einfach zu tief, und ich hatte mich in der Tourenplanung völlig überschätzt. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, allein durch die verschneiten Berge zu ziehen. Die Nacht verbrachte ich auf einer höheren Position im Dachzelt, doch mit Temperaturen zwischen -6 und -9 Grad wurde es eine harte Nacht. Ich merkte schnell, dass meine Erkältung sich wieder verschlimmerte, also entschied ich mich, erneut ein warmes Airbnb aufzusuchen. Ein paar Tage später, am 17. Februar, ging es dann weiter ins Zillertal, wo ich einen Freund besuchte, der dort arbeitete. Ursprünglich wollte ich ein paar Tage bei ihm bleiben, aber nach nur einem Tag auf der Piste war klar: Mein Körper war immer noch nicht fit. Während des Snowboardens hatte ich einen unschönen Sturz, der mir den Rücken und Nacken völlig verspannte. Dazu kam, dass meine Erkältung immer noch nicht komplett abgeklungen war. Also änderte ich meinen Plan und fuhr direkt weiter nach Wien, um dort noch ein paar Tage in einem Airbnb zu regenerieren. Wien und der zweite Hyrox – Doch kein Wettkampf für mich Am 20. Februar traf ich in Wien eine Freundin, mit der ich die Stadt erkundete. Wir hatten beide vor, am Hyrox Double Mixed am 24. Februar teilzunehmen, doch erneut machte mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Ich fühlte mich immer noch nicht fit genug für die Belastung – und auch meine Partnerin war gesundheitlich angeschlagen. Also entschieden wir uns gemeinsam dagegen. Trotzdem war es schön, die Freunde vom Schiff wiederzusehen und Zeit in Wien zu verbringen. Die Tage in der Stadt waren entspannt. Wir schlenderten durch die Straßen, besuchten einige bekannte Orte und nahmen uns die Zeit, das Wiedersehen zu genießen. Auch am Event-Tag war ich dabei – allerdings nur als Zuschauer. Ich konnte zwei Freunde anfeuern, die gemeinsam gestartet sind, und nutzte die Gelegenheit, einige Fotos von ihnen zu machen. Am 25. Februar war es dann endlich soweit: Mein eigentlicher Roadtrip begann! Ich holte eine Freundin am Hauptbahnhof in Wien ab, die mich für die nächsten knapp zwei Wochen begleiten würde. Nach einem letzten Einkauf, ein wenig Umstrukturierung meines Autos und einer groben Planung ging es los. Unser erstes Ziel war Split, Kroatien – und damit begann das große Abenteuer. Wohin uns die Reise führte, lest ihr im nächsten Blogpost: Mein Roadtrip durch den Balkan – Teil 1: Der Start ins Ungewisse.

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La gomera Bergaufnahme

Vier Monate auf See: Ein Rückblick auf meinen Vertrag auf der Mein Schiff 7

      Vier Monate auf dem Schiff, unzählige Erlebnisse, unvergessliche Momente und ein Alltag, der zwischen Routine und Abenteuer schwankte – mein Vertrag auf der Mein Schiff 7 war eine intensive Erfahrung, die mich sowohl beruflich als auch persönlich geprägt hat. Nach einer kurzen Reise durch Norwegen startete das eigentliche Abenteuer in Kiel, von wo aus wir Kurs auf die Kanaren nahmen. Die darauffolgenden Monate verbrachte ich hauptsächlich zwischen Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, Madeira und Lanzarote – Häfen, die mir bald so vertraut wurden, dass sie sich fast wie ein zweites Zuhause anfühlten.   Die erste Zeit an Bord war geprägt von neuen Herausforderungen, einem frischen Team und der Aufgabe, Struktur in den Arbeitsalltag zu bringen. Gleichzeitig bot sich mir die Chance, eine für mich neue Region der Welt zu entdecken. Besonders Madeira hat mich mit seiner Vielfalt begeistert – die Mischung aus tropischer Vegetation, spektakulären Küsten und futuristischer Architektur machte die Insel zu einem meiner Highlights. Das Klima auf den Kanaren war durchweg angenehm, und selbst im Dezember konnte ich noch in kurzer Hose herumlaufen – ein Kontrast zur winterlichen Kälte in Deutschland. Mit der Zeit wurde das Fahrtgebiet jedoch vorhersehbar. Da wir immer die gleichen Routen fuhren, kannte ich die meisten Ecken bereits nach wenigen Wochen. Was anfangs noch aufregend war, wurde irgendwann zur Routine. Dennoch gab es immer wieder besondere Erlebnisse, die diese Zeit einzigartig gemacht haben. Einer der intensivsten Trips war meine nächtliche Tour in Gran Canaria, wo ich mit zwei Freunden ein Taxi nahm, um den Sonnenaufgang in den Dünen zu erleben. Es war das erste Mal, dass ich meine Drohne richtig einsetzte – und prompt landete sie direkt im Sand. Trotzdem war es ein magischer Moment, gemeinsam in der Stille der Morgendämmerung zu stehen und die ersten Sonnenstrahlen zu genießen.   Ein weiteres Abenteuer spielte sich in Lanzarote ab, als ich mir einen Mietwagen schnappte, nachdem ich mit dem Team eine lange Nacht in der Bar verbracht hatte. Nach nur zwei Stunden Schlaf machte ich mich auf den Weg, um einen gigantischen Krater zu besichtigen. Was ich nicht bedacht hatte: Die angegebene Gehzeit auf Google Maps war völlig unrealistisch, weshalb ich kurzerhand losjoggen musste, um den Sonnenuntergang rechtzeitig zu erreichen. Mit meiner kompletten Kameraausrüstung auf dem Rücken erklomm ich schließlich den Kraterrand – völlig außer Atem, aber mit einer atemberaubenden Aussicht belohnte.   Auch La Gomera hat mich beeindruckt. Die Insel ist ein Naturparadies mit faszinierenden Kontrasten: vermooste, neblige Wälder auf der einen Seite, karge Landschaften auf der anderen. Eine Taxitour mit einer Kollegin führte uns zum Wahrzeichen der Insel – ein massiver Felsen, der an diesem Tag in dichte Nebelschwaden gehüllt war und dadurch eine mystische Stimmung erzeugte.   Mein absolutes Highlight aber war Madeira. Diese Insel bietet eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften und Möglichkeiten zum Wandern. Ich könnte mir gut vorstellen, irgendwann für einen längeren Aufenthalt dorthin zurückzukehren. Besonders beeindruckend war die Overnight an Silvester, die mir das weltberühmte Feuerwerk über Funchal bescherte. Es war ein unglaubliches Spektakel, das die ganze Stadt in ein Lichtermeer tauchte – ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde. Weihnachten auf dem Schiff zu verbringen, war hingegen eine völlig neue Erfahrung. Die typische Weihnachtsstimmung kam kaum auf, da der Alltag durch Arbeit bestimmt war und sich kaum von anderen Tagen unterschied. Es war ungewohnt, aber nicht unbedingt negativ – einfach eine andere Art, die Feiertage zu verbringen. Rückblickend war dieser Vertrag auf der Mein Schiff 7 eine intensive Zeit voller Höhen und Tiefen. Das Fahrtgebiet war wunderschön, aber auf Dauer etwas eintönig, das Team hingegen war großartig, und die gemeinsamen Erlebnisse haben die Routine immer wieder aufgelockert. Es gab anstrengende Tage, magische Momente und spontane Abenteuer, die diesen Abschnitt zu einer wertvollen Erfahrung gemacht haben. Jetzt, wieder an Land, blicke ich mit Dankbarkeit zurück und freue mich bereits auf meinen nächsten Vertrag – mit neuen Herausforderungen, neuen Orten und neuen Geschichten, die darauf warten, erlebt zu werden.

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7 Tage, 7 Eindrücke: Der Endspurt auf dem Weg in die Heimat (19.01.–26.01.2025)

Die letzten Reisen meines Vertrags gehen schneller vorbei, als ich erwartet habe – die Zeit scheint regelrecht zu fliegen. Jeder Stopp fühlt sich inzwischen vertraut an, und manche Häfen sind fast wie eine zweite Heimat geworden. Ob Agadir, Arrecife oder Santa Cruz auf Teneriffa: Ich kenne mittlerweile die Wege, kleine Cafés und besondere Fotospots. Es ist erstaunlich, wie die ständige Wiederkehr zu diesen Orten ein Gefühl von Vertrautheit schafft, das über das typische Reisen hinausgeht. Während ich auf den Urlaub zusteuere, erlebe ich diese letzten Wochen in einer Mischung aus Vorfreude und einem kleinen Hauch Wehmut. Die „Road to Vacation“ gibt mir jedoch nochmal die Chance, diese Verbindungen zu den Häfen zu vertiefen, ein letztes Mal die Aussicht und Atmosphäre in mich aufzunehmen und Abschied zu nehmen. Jeder Hafen ist wie ein Kapitel, das ich nun schließe, während ich die letzte Woche genieße und mich auf neue Ziele freue, die vor mir liegen.

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7 Tage, 7 Eindrücke: Abschiedsrunde auf Madeira und den Kanaren (12.01.–19.01.2025)

Die letzte Rundreise meines Vertrags steht bevor, und ein besonderes Highlight erwartet uns in Madeira, wo wir eine letzte Overnight verbringen werden. Der bevorstehende Abschied gibt diesem Aufenthalt eine besondere Bedeutung – es ist die letzte Gelegenheit, die Insel intensiv zu erleben, die Atmosphäre aufzusaugen und vielleicht ein paar der besonderen Orte zu besuchen, die mir in den letzten Monaten ans Herz gewachsen sind. Von Funchal geht es weiter nach La Palma und Teneriffa, bevor wir erneut in Las Palmas ankommen. Diese vertrauten Häfen markieren den Abschluss einer langen Zeit auf See und haben mittlerweile fast schon ein Heimatgefühl geschaffen. Während ich mich auf neue Ziele und Herausforderungen freue, genieße ich diese letzte Woche in vollen Zügen. Die Balance aus Arbeit und Erkundung auf diesen letzten Etappen macht den Abschied leicht und schwer zugleich – ein würdiger Abschluss, der mich die Erlebnisse und Routinen der letzten Monate in einem besonderen Licht sehen lässt.

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7 Tage, 7 Eindrücke: Routine mit Heimatgefühl auf See (05.01.–12.01.2025)

Eine neue Woche, dieselben Häfen – und doch hat diese Routine etwas Vertrautes, fast wie ein Stück Heimat. Von Las Palmas aus machen wir uns auf den Weg über die bekannten Stationen: Agadir, Lanzarote, Teneriffa und La Gomera. Während die Häfen oft dieselben sind, entsteht mit jedem Besuch eine besondere Verbundenheit. Es ist, als würde ich immer wieder an Orte zurückkehren, die ich bereits in- und auswendig kenne, und doch gibt es jedes Mal neue Details zu entdecken, kleine Veränderungen, die ich mittlerweile fast wie ein Einheimischer wahrnehme. Jeder Hafenstopp wird so zu einer Art Ritual, ein kurzer Moment der Vertrautheit und Beständigkeit zwischen dem Leben und Arbeiten an Bord. Manchmal nutze ich diese „Heimkehr“ für kleine Spaziergänge, um einfach die Atmosphäre aufzusaugen. Diese Woche zeigt mir erneut, wie sich auch auf Reisen ein Gefühl von Zuhause entwickeln kann – eine Konstante inmitten der Bewegungen auf See, die den Alltag ein wenig leichter und familiärer macht.

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7 Tage, 7 Eindrücke: Weihnachten unterwegs – zwischen Bordalltag und festlichen Momenten (22.12.–29.12.2024)

Weihnachten auf See zu verbringen, weit entfernt von der gewohnten Umgebung, ist eine besondere Erfahrung, die sich sowohl ungewohnt als auch faszinierend anfühlt. Während wir in Las Palmas und Santa Cruz auf Teneriffa anlegen und die festliche Beleuchtung an den Häfen ein letztes Mal bewundern, nähert sich der Heiligabend – und mit ihm die Realität, dass das Fest der Familie dieses Jahr anders aussieht. Statt des typischen Weihnachtsgefühls mit Schnee und vertrauten Gesichtern verbringen wir den 24. Dezember auf See, umgeben vom weiten Ozean und einer Crew, die ebenfalls die Besonderheit dieser Zeit spürt. Am ersten Weihnachtstag legen wir in Agadir an, ein eher ungewöhnlicher Ort für die Feiertage und doch spannend, die Stadt in dieser Jahreszeit zu erleben. Nach einem weiteren Halt in Arrecife auf Lanzarote geht es nach San Sebastián auf La Gomera. Der festliche Rahmen auf den Inseln zeigt mir, wie unterschiedlich Weihnachten überall zelebriert wird, doch ein Hauch von Vertrautheit schwingt mit, auch wenn ich weiß, dass dieser Dezember anders ist. Zurück in Las Palmas endet diese besondere Woche, in der die Brücke zwischen Arbeit, Entdeckungen und der Magie von Weihnachten auf eine neue Weise spürbar wurde. Ein Weihnachten, das trotz der Entfernung zu etwas ganz Eigenem wird – ein Moment, den ich wohl nicht so schnell vergessen werde.

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7 Tage, 7 Eindrücke: Zwischen Bordalltag und festlicher Stimmung (15.12.–22.12.2024)

In der Woche vor Weihnachten nimmt die Reise eine besondere Atmosphäre an, denn überall auf den Inseln sieht man bereits festliche Dekorationen und Lichterketten, die Straßen und Gebäude schmücken. Wir starten in Las Palmas, und auch hier ist die Vorfreude auf das Fest spürbar – eine schöne Abwechslung im gewohnten Umfeld. Nach einem Tag auf Gran Canaria geht es weiter nach Fuerteventura und dann über einen Seetag nach Funchal auf Madeira. Madeira selbst ist bekannt für seine weihnachtlichen Vorbereitungen, und obwohl meine Zeit hier begrenzt ist, freue ich mich, wenigstens einen kurzen Eindruck von der festlichen Dekoration zu erhaschen. Die Route führt uns dann nach La Palma und Teneriffa, wo ebenfalls Lichter und Dekorationen das Stadtbild prägen. Diese kurzen Landgänge bieten diesmal nicht nur die Gelegenheit, die gewohnten Häfen zu besuchen, sondern auch ein Stück weihnachtliche Stimmung in den milden Temperaturen der Kanaren mitzunehmen. Die Woche endet mit einem weiteren Seetag, bevor wir wieder nach Las Palmas zurückkehren. Diese besondere Zeit des Jahres verleiht der Routine einen Hauch von Gemütlichkeit, selbst wenn der Bordalltag weiterhin im Fokus steht. Es ist schön zu sehen, wie die Feiertage auch hier zelebriert werden, und ich genieße die festliche Atmosphäre auf den Inseln in vollen Zügen, bevor es bald in die Weihnachtszeit geht.

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7 Tage, 7 Eindrücke: Zwischen Bordalltag und bekannten Ufern (08.12.–15.12.2024)

Diese Woche führt uns auf eine Route, die mittlerweile zur Routine geworden ist – die bekannten Kanarischen Inseln und ein Abstecher nach Agadir. Da ich die Häfen und Inseln schon gut kenne, fehlt mir inzwischen ein wenig die Motivation, immer wieder Neues zu entdecken. Die Zeit an Land, so kurz sie auch ist, gibt zwar die Möglichkeit, die frische Luft zu genießen und die Kamera für ein paar spontane Eindrücke zu nutzen, doch die Reize dieser Orte haben etwas nachgelassen. Nach einem Seetag erreichen wir Agadir in Marokko, das zumindest noch eine willkommene Abwechslung bietet, bevor es zurück zu den vertrauten Häfen wie Lanzarote, Teneriffa und La Gomera geht. Für mich bedeutet das diese Woche vor allem, die Arbeit in den Vordergrund zu stellen und die kurzen Landgänge als kleine Auszeiten zu nutzen. Die bekannten Landschaften und Städte bieten zwar immer wieder schöne Fotomotive, doch ich überlege, den Fokus eher auf die Routine an Bord zu legen und mich auf kommende neue Ziele zu freuen.

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Ein Sonnenaufgang über der Vulkanlandschaft – mein Abenteuer in Arrecife

Nach nur zwei Stunden Schlaf, einer wilden Nacht und einem anstrengenden Aufstieg stand ich pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Kraterrand eines inaktiven Vulkans. Was mich dort erwartete, war ein magischer Moment inmitten einer kargen und beeindruckenden Landschaft – ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.   Die Nacht war kurz, die Pläne ambitioniert. Am Abend des 22. Novembers hatten wir an Bord einen Geburtstag gefeiert, ausgelassen, mit allem, was dazugehört. Erst um 2:00 Uhr fand ich den Weg zurück zum Schiff, doch an Schlaf war kaum zu denken. Bevor ich mich überhaupt ins Bett legen konnte, packte ich noch meinen Rucksack: Kamera, Objektive, Drohne – alles musste griffbereit sein. Zwei Stunden Schlaf lagen vor mir, dann würde der Wecker klingeln. Es war der Beginn eines Abenteuers, das mir lange in Erinnerung bleiben würde. Um 4:50 Uhr startete der Tag. Kein Frühstück, keine Pause, nur der Gedanke an den bevorstehenden Ausflug hielt mich wach. Um 5:10 Uhr saß ich im Mietwagen, den ich am Abend zuvor organisiert hatte, und fuhr los. Laut Google Maps sollten es 30 Minuten bis zum Parkplatz sein, gefolgt von einem kurzen Fußmarsch von 2,6 Kilometern. Doch schon die Autofahrt zog sich länger hin als erwartet, und der Fußweg entpuppte sich als deutlich anspruchsvoller und länger als geplant. Die Dunkelheit machte das Vorankommen nicht einfacher, und mein Zeitpuffer schmolz dahin. Als ich schließlich den Fuß des Vulkans erreichte, war es schon fast zu spät. Der Aufstieg begann mitten in der Nacht, ohne Lichtquelle und dem Gedanken, rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Kraterrand zu stehen. Der Weg war steinig, das Gelände karg und unwirtlich. Doch genau diese raue Atmosphäre machte den Moment aus, als ich um 7:05 Uhr endlich oben stand. Die Landschaft, die sich vor mir ausbreitete, war beeindruckend: ein riesiger Krater inmitten einer trostlosen Vulkanlandschaft. Der Wind wehte unbarmherzig, und in der Ferne hing dichter Dunst über den Gebirgen. Es war ein Anblick, der eine Mischung aus Faszination und Respekt hervorrief. Drohnenaufnahmen waren bei diesen Bedingungen unmöglich, aber ich konnte einige Bilder machen, die den Moment festhielten. Gerade als ich mich auf den Rückweg machen wollte, beschloss ich, noch ein Stück auf die höhere Seite des Kraters zu gehen. Es war eine spontane Entscheidung, und sie sollte sich auszahlen. Plötzlich brach die Sonne durch die Wolken, perfekt eingerahmt von den Kraterrändern. Es war ein magischer Moment, der die Strapazen des Morgens rechtfertigte. Für einen kurzen Augenblick schien die Zeit stillzustehen, und ich konnte nicht anders, als diesen besonderen Moment mit der Kamera festzuhalten. Doch der Alltag wartete. Ich musste zurück, und die Uhr tickte. Der Abstieg verlief im Trailrunning-Stil, schnell und fordernd. Über loses Geröll und Staub lief ich Etappe für Etappe zurück. Die Landschaft, die sich im ersten Licht des Tages zeigte, war beeindruckend: schroffe Steinformationen und eine weite Ebene, die in der Nacht verborgen geblieben waren. Der Rückweg war alles andere als einfach, besonders mit den 10 Kilogramm Equipment auf dem Rücken. Doch um 8:15 Uhr erreichte ich schließlich den Parkplatz. Der letzte Abschnitt zurück zum Schiff war ein Wettlauf gegen die Zeit – 30 Minuten später, um 8:56 Uhr, war ich wieder an Bord. Gerade rechtzeitig, um um 9:00 Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Erschöpft, mit 18.000 Schritten auf der Uhr und einem Kopf voller Eindrücke, fiel ich zurück in den Alltag. Doch dieses Erlebnis wird mich noch lange begleiten. Es war ein Abenteuer, das mich an meine Grenzen brachte, aber auch zeigte, wie lohnend es sein kann, diese zu überschreiten. Ein Moment für die Ewigkeit, den ich so schnell nicht vergessen werde.  

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