Vier Tage allein durch den Nationalpark Paklenica – mit knapp 17 kg Gepäck, drei Hütten, 45 km Strecke und der Klarheit, die man nur in der Stille der Berge findet.
Inhaltsverzeichnis
• Tag 1 – Aufstieg zur Hütte Viskočia
• Tag 2 – Von Viskočia zur Containerhütte Sugarska Duliba
• Tag 3 – Hüttentag mit Aussicht: Zur Strelo/Struge Cabin
• Tag 4 – Abstieg ins Tal und zurück zur Straße
• Mein Fazit zur Winterwanderung im Paklenica-Nationalpark
• Externe & interne Links
Tag 1 – Aufstieg zur Hütte Viskočia
Am 16. März startete meine Tour im Nationalpark Paklenica – mit rund 17 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken, darunter Kamera, Drohne, Schlafsack, Verpflegung, Wasserfilter und alles, was ich für vier Tage draußen brauchte. Mein Ziel für den Tag: die Hütte Viskočia, etwa 18 Kilometer entfernt, mit satten 1.730 Höhenmetern bergauf.
Der Weg begann entspannt, wurde aber mit jedem Kilometer steiler. Technisch nicht besonders schwierig, aber lang – und mit dem Gewicht auf dem Rücken spürt man jeden Höhenmeter. Schnee lag nur stellenweise, meist am Rand, und es war nie so viel, dass man besondere Ausrüstung gebraucht hätte. Gegen Nachmittag wurde es ruhiger, die Luft klarer, die Landschaft karger.
Als ich die Hütte am Abend erreichte, war ich allein. Kein Empfang, keine Geräusche – nur Wind, Holz, Berge. Ich kochte mir etwas, rollte den Schlafsack aus und genoss diese Stille. So hatte ich mir den Start gewünscht.
Tag 2 – Von Viskočia zur Containerhütte Sugarska Duliba
Am 17. März ging’s weiter – zur Containerhütte Sugarska Duliba. Die Etappe war mit 13,9 Kilometern und insgesamt 1.780 Höhenmetern (davon 780 aufwärts und 1.000 abwärts) körperlich anspruchsvoll, aber technisch gut machbar.
Der Weg war meist frei – nur in höheren Lagen lagen noch kleinere Schneefelder, aber keine durchgehende Schneedecke. Ich kam gut voran, auch wenn ich fast den ganzen Tag niemanden sah. Das war genau das, was ich suchte – allein unterwegs sein, mit der Umgebung, mit mir, ohne Ablenkung.
Am späten Nachmittag erreichte ich die Containerhütte. Sie liegt etwas einsam in einer Senke, aber gut geschützt. Ich machte mir etwas Warmes, sicherte ein paar Aufnahmen und genoss den Sonnenuntergang mit einer beeindruckenden Bergkulisse.




Tag 3 – Hüttentag mit Aussicht: Zur Strelo/Struge Cabin
Der dritte Tag, 18. März, führte mich weiter Richtung Strelo / Struge Cabin. Mit 8,85 Kilometern, 680 hm bergauf und 850 hm bergab war die Etappe kompakter – aber nicht zu unterschätzen.
Die Route bot eine schöne Mischung aus Panorama und ruhigen Abschnitten. Die Schneepassagen waren kurz, übersichtlich und meist problemlos begehbar. Keine Ketten, keine ausgesetzten Stellen – einfach Natur und Stille. Ich ließ mir an dem Tag mehr Zeit, machte Fotos, genoss die Einsamkeit und war mit jedem Schritt näher bei mir.
An der kleinen Hütte angekommen, war wieder niemand da – ich hatte alles für mich. Einfache Ausstattung, aber mehr brauchte es nicht. Ich war angekommen, draußen, ruhig – und zufrieden.



Tag 4 – Abstieg ins Tal und zurück zur Straße
Am 19. März ging’s früh raus – zurück ins Tal. Die Etappe war 5,05 Kilometer lang mit 1.000 Höhenmetern bergab. Ich war gegen 8:15 Uhr unten. Das war der körperlich leichteste Tag, aber vom Kopf her der, an dem ich am meisten realisiert hab, was die Tour eigentlich war:
Kein Event, kein Wettkampf, kein Ziel zum Abhaken. Einfach vier Tage allein in der Natur – mit allem, was man braucht, aber ohne Überfluss. Ich trampte zurück zum Auto, lief noch ein Stück durch den Ort – 18.000 Schritte standen auf der Uhr – und war dann wieder da. Wieder im Trott. Aber innerlich einen Schritt weiter.


Mein Fazit zur Winterwanderung im Paklenica-Nationalpark
Insgesamt waren es rund 45 Kilometer, 3.220 Höhenmeter bergauf, 3.170 bergab, und ca. 16,5 Stunden reine Gehzeit – verteilt auf vier Tage.
Aber ehrlich: Die Zahlen waren irgendwann zweitrangig. Es ging darum, mal wieder rauszukommen. Kein Empfang. Kein Lärm. Kein Termindruck.
Nur Bewegung, Natur, Reduktion. Für alle, die wirklich mal abschalten wollen – nicht digital, sondern physisch und mental – ist die Winterwanderung in Paklenica eine klare Empfehlung.
Nicht extrem. Aber echt. Und genau das macht’s besonders.

Offizielle Website des Nationalparks Paklenica
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