Der Mae Hong Son Loop in Thailand: Über 1000+ Kurven

Fünf Fahrtage, viel Ruhe auf der Straße und echte Begegnungen. Nach Bangkok & Ayutthaya starte ich in Chiang Mai in den Mae Hong Son Loop – 664 km Nordthailand zwischen Wasserfällen, Hot Springs, Bergwald und kleinen Orten, die nichts „performen“ müssen, um besonders zu sein.

Chiang Mai – ruhig losrollen

Der Nachtzug spuckt mich am Morgen in Chiang Mai aus. Erstmal ankommen: Frühstück, kurz ins Gym, einchecken im Stamps Backpacker Hostel. Abends zieht mich der Sunday Night Market durchs Gewusel – genau richtig, um Tempo rauszunehmen und den Kopf auf „Norden“ zu schalten.

Am nächsten Tag mache ich das Bike klar, kaufe noch die Halterung für die 360-Cam, schaue mir den Wat Chedi Luang an – und merke: Ich will fahren, aber ohne Stress. Also starte ich bewusst erst später Richtung Berge. Der Dan Te Wada – Land of Angels Waterfall Park empfängt mich ruhig und grün (früh/Nebensaison top), gegenüber gibt’s lokales Frühstück „für nichts“. Weiter am späten Nachmittag zum Mok Fah Waterfall: viel Wasser, wenig Leute, einmal durchatmen, weiter. Für die Nacht reicht mir eine simple Unterkunft auf halber Strecke – wichtig ist heute nur: raus aus der Stadt, rein in den Rhythmus.

Kleiner Reality-Check: Eine Woche vorher hat Starkregen zwei Straßenabschnitte weggerissen. Zum Loop-Start liegen provisorische Brücken – fahrbar, aber klar ist: Das Wetter hat großen Einfluss auf die Tour.

Kaputte Straße Mae Hong Song

 Pai – heißes Wasser, rote Erde, Suppe über dem Tal

Am nächsten Morgen wird’s ruhig-herrlich: Hot Springs nahe meiner Unterkunft, spätvormittags fast leer. Danach rüber zum Pai Canyon. Kein Sunset, kein Drama – nur diese rote Erde, die Luft und viel Platz zum Gucken. Ein kurzer Stopp im Coffee in Love passt perfekt in den Tag; der Big Buddha ist im Umbau, also weiter zum Huen Lai Viewpoint. Abends Walking Street, Massage, schlafen. Nichts Großes – genau deshalb gut.

Tags drauf geht’s Richtung Mae Hong Son. Unterwegs bleibe ich an einem Ort hängen, der eigentlich nur drei Dinge kann: Aussicht, Nudelsuppe, Stille. Ban Jabo Noodle – Füße baumeln über dem Tal, dampfende Schüssel in der Hand. Diese Mischung ist schwer zu erklären, aber leicht zu merken.

Mae Hong Son selbst funktioniert bei Tageslicht eher sachlich: Tempel am See kurz anschauen, weiter. Richtig warm wird’s in einem kleinen Local-Restaurant, das mir Einheimische empfehlen. Da, wo niemand irgendwas verkaufen will, entstehen genau die Gespräche, für die ich den Norden mag.

 Über Khun Yuam zur 1263 – Waldkurven & kühler Gipfel

Ein Tipp eines Locals dreht meine Linie: Bei Khun Yuam statt stumpf nach Süden zu rollen, wechsle ich von der 108 auf die 1263. Unten sei es „lang und gerade“, hier oben kurviger, dichter, schöner – stimmt. Der Wald frisst die Straße, ein kurzer Kaffeestopp im Umland von Phabong, später ein Elefant in der Ferne (Sanctuary-Nähe). Abends Mae Chaem: einfache Unterkunft, dafür unfassbare Aussicht – der Moment, in dem ein Reisetag nochmal still wird.

Zum Abschluss der Doi Inthanon, höchster Punkt Thailands: kühl, bewölkt, stellenweise Regen. Genau dadurch kippt die Stimmung in dieses moosige, sattgrüne „Alpin-Thailand“. Ich streife durch die Tempelanlage, warte eine Wolkenlücke ab und lasse die langen Kilometer zurück einfach laufen. Endstand: 664 km. Die Drohne bleibt fast immer im Rucksack – Wetter und Ruhe gewinnen hier öfter als Technik.

Landkarte

 Warum der Loop hängen bleibt

Der Mae Hong Son Loop ist kein „Highlight-Hopping“. Er funktioniert wie ein gutes Gespräch: fahren – anhalten – schauen – weiterfahren. Man sitzt in einer Garküche, bekommt Tipps von jemandem, der hier lebt, und merkt: Nordthailand ist ehrlich. Weniger Kulisse, mehr Alltag.

Zwischen Hot Springs, Canyon und Bergwald erlebst du Natur und Leben, so wie es ist – mit nassen Straßen nach einem Unwetter, mit stillen Morgenstunden im Dampf der Quellen, mit einer Schale Nudeln über einem Tal, das in Wolkenschichten hängt. Genau deshalb bleibt der Loop: wegen der Begegnungen, der Stille zwischen den Kurven und der Freiheit, das Tempo selbst zu setzen.

Praktische Tipps (kurz & hilfreich)

  • Zeit & Tempo: Plane 4–6 Tage ein. Lieber anhalten als „durchziehen“.

  • Richtung & Strecke: Gegen den Uhrzeigersinn (Chiang Mai → Pai → Mae Hong Son → Mae Chaem → Doi Inthanon). Ab Khun Yuam die 1263 nehmen – schöner & kurviger.

  • Baden & Bummeln: Hot Springs bei Pai spätvormittags (leer), Ban Jabo fürs späte Frühstück/Mittag (Aussicht!).

  • Wetter im Blick: Nach Unwettern vor Ort nachfragen; provisorische Brücken sind möglich – Sicherheit zuerst.

  • Mini-Kostenhinweis: Grob 1 000–1 300 THB/Tag (Benzin, Unterkunft, Eintritte). Detaillierte Kosten sammele ich später in einem separaten Guide.

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